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Theater Meißen


Die vierte Show des Jahres 2019 war für mich auch wieder fast ein Heimspiel. Von Zwickau in etwa einer Stunde erreichbar, war es ein Muss, dabei zu sein. Im Theater der Stadt Meißen, unterhalb von Albrechtsburg und Dom wurde gespielt. Ein schönes Haus mitten in der Altstadt.

Ich machte mich rechtzeitig auf den Weg. Nach gemütlicher Fahrt und einem abendlichen Imbiss erreichte ich den Veranstaltungsort. Vor dem Eingang traf ich auf erste mir bekannte Fans. Mit netten Gesprächen verging die Zeit bis zum Einlass. Der Saal gediegen, mit gemütlichen Polstern. Ein schönes altes Theater eben. Die Bühne war relativ groß und ziemlich hoch. Trotzdem hatte man aus Reihe 1 einen super Blick.

Die Show begann mit einer kleinen Verzögerung in dem fast ausverkauften Saal mit dem mittlerweile bekannten Intro „Ich bereue nichts“ und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend die Bühne. Nach der ersten Strophe begrüßte er unter Applaus die Gäste. Dann holte er wie gewohnt „seinen“ Schatten auf die Bühne. Einige erläuternde Worte zum Programm, der Pausenhupe und den berühmten „gelben Zetteln“ folgten und schlossen ein Dankeschön an die Veranstalter ein. Und schon hier spürte der Kenner der Materie, dass es an diesem Abend sehr amüsant werden sollte. Die Herren auf der Bühne, vor allem Schatten, waren super gut drauf. Nun begann das Wechselspiel der Worte zwischen QUASTER und Schatten in dem sich die gute Stimmung der beiden weiter präsentierte. Wie üblich wurden die Jugendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER beleuchtet. Wer wie ich die Show von Anfang an kennt, bemerkt kleine Änderungen der Erzählungen und Bilder. Die erste Gitarre wurde präsentiert und QUASTER intonierte Songs aus dieser Zeit. Hier zeigte sich, dass auch das Publikum gut drauf war. Es wurde sofort unaufgefordert mitgesungen. Es folgte das Geburtstagslied, das er zu Geburtstagen in seiner Verkehrsbauzeichner-Klasse gesungen hat. Als „Gabi“ wurde eine Dame vom Einlass auf die Bühne gerufen, da sie am günstigsten zum Aufgang zur Bühne saß. Vor der ersten Reihe war es etwas eng. Sie war etwas überrascht, hat aber die Momente auf der Bühne trotzdem genossen. Mit einem munteren Misch von Gespräch und Gesang und eben solchen Einlagen wurden die Jahre bis 1965 beleuchtet. Als die Ur-PUHDYS angesprochen worden waren, sollte ein Medley aus der Zeit gespielt werden. Da meinte Schatten, dass damals vier Musiker gespielt hätten, sie aber nur zu zweit wären. Wie es denn mit Verstärkung aussehen würde. Peter Rasym und Stefan Schirrmacher wurden auf die Bühne gerufen und dann musizierten sie gemeinsam. Nach diesem Medley wurde der weitere Weg bis 1969 angesprochen. Diese Plauderei wurde durch die Pausenhupe jäh unterbrochen.

Das Programm ging weiter mit einem schlafwandlerisch auf einer Theremin musizierenden „Schatten“. QUASTER kommt dazu und spielt „Sleep walking“ auf der Gitarre. Schatten, der neben der Theremin während der Show aber auch noch die Stompbox (Fuß-Drum), Mundharmonika, Flöte, Maultrommel und Shaker spielt, verlässt als Schlafwandler die Bühne. Er kommt mit einem Stapel Zettel zurück. Auf diese konnten die Gäste in der Pause Fragen notieren, die jetzt beantwortet wurden. Eine Frage lautete diesmal, ob der Fragesteller mit den beiden auf der Bühne ein Gläschen trinken dürfe. Der Betroffene wurde auf die Bühne gerufen und ihm sein Wunsch erfüllt. Anschließend wurden die Jahre mit den PUHDYS und die Frauen und Kinder von QUASTER angesprochen. Immer wieder aufgelockert durch musikalische Beiträge. Auch ein Duett mit Kimberly war dabei. Natürlich war es „All diese Jahre“, was Vater und Tochter (als Video-Einspielung) gemeinsam, unterstützt von Stefan, darboten. Dann musizierten Peter, Stefan und QUASTER gemeinsam weitere Stücke der Show. Danach verabschiedeten sich die Künstler. Die Show war nun zu Ende. Im Foyer gab es Autogramme und die Protagonisten standen auch für Fotos zur Verfügung. Nach noch einigen Gesprächen habe ich mich dann verabschiedet und in Richtung Heimat aufgemacht.

 

„Ich bereue nichts“, die Show schon zum inzwischen 21. Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse! Und auch jedes Mal etwas anders. Einige Wortspiele auf der Bühne entstehen aus der Situation. Und überraschend auftretende Gäste geben dem Ganzen noch etwas besonderes. Es sollen wohl auch einige Pannen passiert sein, die der unbedarfte Zuschauer aber gar nicht bemerkt. Diese Kleinigkeiten machen es aber eben aus!

 

Bericht & Fotos von Hans-Christoph Götze