GVB Herbstfest Gera

QUASTER live in Gera – die Show in Kurzversion

 

 

Dass es mir QUASTERs Show irgendwie angetan hat, ist möglicherweise hinlänglich bekannt. Jede Show hat neben den Besonderheiten, die die Spielstätten zu bieten haben, etwas Besonderes. Keine Show ist gleich, die Zwiegespräche auf der Bühne und die Reaktionen des Publikums sind immer unterschiedlich. Es macht immer wieder Spaß sich das anzusehen. Seit Mitte Januar war QUASTER mit seiner Show nicht mehr aufgetreten. Ich war schon auf Entzug. Jetzt sollte er aber endlich wieder zu sehen sein!

 

Die zweite Show in diesem Jahr sollte ein ganz neues Erlebnis sein. Im Rahmen eines Festes der Geraer Straßenbahn war QUASTERs Auftritt geplant. Ich wollte und konnte dies unbedingt erleben.

 

Der Tag begann für mich recht zeitig, wollte ich doch vormittags noch in Leuna meinem Modellbahn-Hobby frönen. Nach einem zeitigen, trotzdem gemütlichen Frühstück ging es mit meinen Mädels also nach Leuna. Die beiden tummelten sich dort beim Stadt- und Gartenfest, während ich meinem Modellbahn-Interesse nachging. Nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss ging es dann weiter nach Gera. Nach einer guten Stunde Fahrt waren wir dann gegen 14 Uhr vor Ort. Das Straßenbahnfest fand im Betriebshof statt. Ein Parkplatz in der Nähe war schnell gefunden. Das Festgelände war übersichtlich und damit schnell erkundet. Die Mädels fuhren in die Stadt shoppen. Ich erkundete noch ein bisschen das Gelände, es war noch Zeit bis zum Beginn der Show. Auch traf ich wieder auf bekannte Fans. Wir unterhielten uns bis zur Show.

 

Die Bühne war direkt hinter einem Tor einer Halle der Geraer Verkehrsbetriebe aufgebaut, für das Publikum waren auf dem Platz davor Biertischgarnituren aufgestellt. Das herrliche Wetter ließ dies zu. Einziger Nachteil dieser Konstellation waren bei dunklen Bildern Blendungen auf den Monitoren der „Mampe-Stube“ (die neue Bühnendekoration, seit Anfang diesen Jahres). Auf der Bühne fanden aber auch alle anderen Auftritte statt. Während der Zauber-Clown die Jüngsten in seinen Bann zog, suchten wir eine gute Ausgangsposition, um für QUASTERs Show gute Plätze zu ergattern. Jetzt gehörten die kleinen Menschen nach ganz vorn. Das mit den Plätzen klappte dann auch super.

 

Die Show begann pünktlich, der Platz davor war gut gefüllt. Die mittlerweile bekannte Intro „Ich bereue nichts“ ertönte und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend die Bühne. Er begrüßte unter Applaus die Gäste und holte seinen „Schatten“ auf die Bühne. Nun wurde erklärt, dass heute einiges anders sein wird, als sonst. Es gibt die Show in einer Kurzversion. Keine Pause, deshalb auch keine Pausenhupe und weniger Gespräche wurden angekündigt. Das Wechselspiel der Worte zwischen QUASTER und Schatten war diesmal auch nicht so ausgeprägt. Vieles erzählte heute QUASTER gleich selbst. Es wurden die Jungendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER kurz angesprochen. Die erste wurde Gitarre vorgestellt. Und dann intonierte QUASTER Songs aus dieser Zeit. Dazu gehörte auch ein Lied, das er zu Geburtstagen in seiner Verkehrsbauzeichner-Klasse gesungen hat. Nun wurde eine „Gabi“ gesucht. Aus den hinteren Reihen rief eine Frau etwas, was ich nicht verstand. Mir war sie schon beim Kinderprogramm aufgefallen. Sie saß da neben uns, vier silberne Sterne auf der Stirn und die Haare zu einer Palme frisiert. Hmm. Schatten holte sie auf die Bühne. Als sie oben war, wollte sie ihn heiraten. „Wir feiern Geburtstag und nicht Hochzeit.“ brachte sie nicht von ihrer Idee ab. „Ich bie ausm Erzgebirge, aus Schneebersch-Oberschlema.“ sagte sie. Oh wie peinlich. Ich komme aus Aue, kenne Oberschlema (Ortsteil vom heitigen Bad Schlema, einem Nachbarort von Aue, ab Januar 2019 zusammen mit Aue „Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema“) und Schneeberg. Zusammen gehören die Orte nicht, gehörten sie nicht. Wo kommt sie denn nun her? Während dem Geburtstagsständchen stand sie eingehenkelt neben Schatten und wollte danach nicht wieder von der Bühne. Es dauerte einen Moment, bis hinunter komplementiert war. Nun wurde die Kraus-Gitarre wieder verpackt und es schon der „Überraschungsgast“ auf die Bühne gerufen. Es war wieder einmal Peter Rasym, der auf dem etwa in Bühnenmitte bereitgestellten Hocker Platz nahm. Viele Geschichten gab es auch jetzt nicht. Bevor weiter musiziert wurde rutschte QUASTER mit seinem Hocker zu Peter. „Damit mein Freund nicht so allein ist.“ meinte QUASTER dabei. Nun saß aber Schatten allein in seiner Ecke, schaute etwas verwundert zu QUASTER und bediente sich an der Bar. Als QUASTER das sah fragte er mich, ob ich etwas trinken wolle. „Gerne!“ meinte ich und bekam auch ein Gläschen. So ging die Show mit viel Musik und wenig Erzählungen weiter und viel zu schnell zu Ende.

 

Im Anschluss gab es am Merchandise-Stand dann Autogramme und die QUASTER und Peter standen auch für Fotos zur Verfügung. Ich beobachtete die Szene, da ich bis zur vereinbarten Abholung durch meine Mädels noch Zeit hatte. Ich betätigte mich einige Male auch als Fotograf und machte die „Selfies“ für die Fans. Nebenbei kam ich mit den netten Leuten von der Security ins Gespräch. Eine dufte Truppe, die ihren Job sehr unauffällig aber konsequent ohne überzogene Strenge machte. Da ich mich als Fotograf für die Fans bewährt hatte, baten mich die Security-Leute auch noch ein Foto von ihnen und QUASTER zu machen. Ich war dafür natürlich gerne bereit. Als auch dieses Foto im Kasten war, gab es auch keine Autogramme mehr zu geben. Das Gelände leerte sich, da auch das Straßenbahnfest zu Ende war. Ich verabschiedete mich von QUASTER, Peter und den Securities und ging zum vereinbarten Treffpunkt. Meine Mädels waren pünktlich und so waren wir zum Abendbrot wieder zu Hause.

 

„Ich bereue nichts“, die Show nun schon zum 16. Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse! Und diese Kurzform, die auch unter „QUASTER unplugged“ beworben wird, auch Klasse. Und es war ein schöner Urlaubsauftakt, denn Am nächsten Morgen packten wir das Auto und fuhren in eine Woche Urlaub mit einem unserer Enkel.

Fotos: Hans-Christoph Götze   |   Bericht: Hans-Christoph Götze


 

Bericht folgt in Kürze.