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Hirsch Schönebeck

Ein tolles „Kulturwochenende“ stand bevor. Los ging es für mich am Freitagnachmittag. Ich habe mich mit dem Zug auf den Weg nach Leipzig gemacht. Nachdem ich dort meine Unterkunft bezogen und etwas gegessen hatte, machte ich mich zum ersten Highlight des Wochenendes auf: „Nuhr hier, nur heute“ – das aktuelle Programm von Dieter Nuhr. Das war der erste Dieter des Wochenendes. Nach dem amüsanten Abend und einer geruhsamen Nacht ging es am Samstag auf nach Bernburg. Im dortigen imposanten Schloss, an dem die dringend notwendigen Sanierungen im Gang sind, fand das zweite Highlight des Wochenendes statt.

Bericht & Fotos: Hans-Christoph Götze


Die zur Zeit geöffnete kleine aber feine Sonderausstellung „70 Jahre Amiga“ lockte mit einem zusätzlichen Höhepunkt. QUASTER kam, um der Versteigerung zweier Banner von der Burg Storkow beizuwohnen. Außerdem gab er Autogramme und stand für Fotos zur Verfügung. Das war der zweite Dieter des Wochenendes, den ich treffen wollte. Meine Reise ging anders als erwartet weiter. Statt mit dem Zug wie geplant, ging es im Auto von „Starfotograf“ Frank Iffi Iffert nach Schönebeck. Und ich hatte nicht nur einen Chauffeur. Wie es sich für Wiederholungstäter gehört, bekam ich auch polizeiliches Geleit durch Bernburg.

Iffi setzte mich direkt vorm Hotel ab. Ich checkte ein, telefonierte mit der Familie und zog mich für den Abend um. Dann machte ich mich auf zum Veranstaltungsort. Es waren schon ein paar bekannte Fans da und der Soundcheck lief. Nach freudiger Begrüßung folgten Gespräche bis zum Beginn der Show. Ab dem planmäßigen Einlass füllte sich der Saal mit etwa 120 Gästen.

Nun ging es endlich los. Die Musik begann zur Videoeinspielung zu ertönen. „Ich bereue nichts“ und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend unter Jubel die Bühne. Nach der ersten Strophe begrüßte er die Gäste und holte seinen „Schatten“ auf die Bühne. Die bekannten einleitenden Worte bezüglich der Pause wegen Auflagen der Krankenkasse und zur Pausenhupe, die währenddessen aufgebaut wurde, folgten. Schatten moderierte nun munter drauf los. Es wurden die Jugendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER beleuchtet. Die erste Gitarre vorgestellt. Und dann intonierte QUASTER Songs aus dieser Zeit. Dazu gehörte auch ein Lied, das er zu Geburtstagen in seiner Verkehrsbauzeichner-Klasse gesungen hat. Zu diesem Titel wird immer „Gabi“ auf die Bühne geholt. Die Dame, die Auf die Bühne kommt, wird ggf. umgetauft. So war es auch dieses Mal mit einem wirklichen Geburtstagskind. Mit diesem munteren Wechselspiel von Gespräch und Gesang und eben solchen Einlagen sollten die Jahre bis 1969 beleuchtet werden. Dies wurde aber jäh durch die Pausenhupe unterbrochen.

Das Programm ging weiter mit einem schlafwandlerisch auf einer Theremien musizierenden Schatten. Dazu sitzt Schatten immer hinter diesem Instrument. Die Konstruktion des Gestells für das Sitzkissen war überarbeitet und stabiler. Schatten kam auf die Bühne und testete skeptisch sein Sitzmöbel. Diesmal hielt das Konstrukt, als er sich setzte. Die Eingeweihten konnten trotzdem nicht innehalten und mussten lauthals lachen. Schatten klärte die Situation nach dieser Nummer auf. QUASTER räumt nach dieser Nummer immer auf der Bühne auf, während Schatten die Theremien erklärt. Nun wurden Fragen beantwortet, die die Gäste in der Pause aufgeschrieben hatten. Das Gespräch vor der Pause wurde fortgesetzt und die Jahre mit den PUHDYS und die Frauen und Kinder von QUASTER angesprochen. Immer wieder aufgelockert durch musikalische Beiträge. Auch ein Duett mit Kimberley, die auf der Videowand eingespielt wurde, war dabei. Natürlich war es „All diese Jahre“, was Vater und Tochter gemeinsam darboten. Dann gab es Besuch auf der Bühne, der langjährige Bandkollege und Freund von QUASTER, Peter Rasym, kam auf die Bühne. Einige Episoden vom musikalischen Werdegang von Peter wurden nun erzählt und Peter und QUASTER musizierten gemeinsam die letzten Stücke der Show. Nach viel Beifall gaben Peter und QUASTER noch eine Zugabe. Als Abschluss standen neben den drei Akteuren auch die Techniker zur Verabschiedung mit auf der Bühne und wurden noch einmal mit viel Beifall bedacht. Die Show war zu Ende. Der Abend aber, wie inzwischen gewohnt, noch nicht. Es wurden Autogramme gegeben und Fotos gemacht und noch viele Gespräche geführt. Nach und nach verabschiedeten wir uns voneinander.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück im Hotel wieder zum Bahnhof. Die Heimreise war unspektakulär. Zum Kaffee war ich wieder zu Hause.

„Ich bereue nichts“, die Show nun schon 14 Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse! Und auch jedes Mal etwas anders. Einige Wortspiele auf der Bühne entstehen aus der Situation. Es sollen wohl auch immer einige Pannen passieren, die der unbedarfte Zuschauer aber gar nicht bemerkt. Diese Kleinigkeiten machen es aber eben aus!

 

Die Karte für Show 15 liegt schon zu Hause! Ich freue mich schon drauf, denn es wird „QUASTER – Ich bereue nichts 2.0“ werden. Es gibt Neuerungen in der Show. Ich bin gespannt.