Audi-Zentrum Fürstenwalde

Fotos: Netti Mechel, Hans-Christoph Götze & Mike Kellmann

(Bilder sind nicht chronologisch sortiert)

Bericht: Hans-Christoph Götze

Ein besonderer Abend war angekündigt. Unter dem Motto „Audi meets Rock“ hatte das Audi-Zentrum Fürstenwalde, ein imposantes modernes Autohaus, einen zusätzlichen Termin mit QUASTER’s Show auf die Beine gestellt. Als ich davon erfuhr, habe ich mir sofort eine Karte besorgt. Vormittags habe ich mich dann mit dem Zug auf den Weg nach Fürstenwalde gemacht. Während der Umstiegspause in Leipzig habe ich mir dort die neue Rocklegenden-CD gekauft, auf der Quaster übrigens auch zu hören ist. Die Fahrt mit dreimaligem Umsteigen verlief problemlos. Am späten Nachmittag war ich dann pünktlich dort. Auf zum Hotel, was fast auf halbem Weg zum Veranstaltungsort lag.


Einchecken, Fan-mäßig umziehen und weiter ging es zum Veranstaltungsort. Durch die große Glasfront konnte man in den erleuchteten Innenraum des Autohauses sehen. Alles war bereit, die Akteure waren zu sehen und sahen mich. Erste Begrüßung durch gegenseitiges Winken. Am Eingang standen auch schon einige Fans, wie immer bekannte Gesichter. Ich hatte zum ersten Mal im Vorfeld kein Zeichen gegeben, dass ich dabei sein werde und habe damit einige überrascht, aber bei weitem nicht alle. Von vielen wird inzwischen erwartet, dass ich dabei bin. Nach freudiger Begrüßung folgten Gespräche bis zum Einlass. Ein Platz in der ersten Reihe war wieder gesichert. Nun ging es in den "Erfrischungsbereich". Nach erfolgreicher Getränkeversorgung wurden nun auch die Akteure und deren anwesende Familienmitglieder und Freunde begrüßt. Die Atmosphäre war familiär. So verging die Zeit bis zum Beginn der Show recht schnell. Die aufgestellte „Sitzgruppe“ war bis dahin mit etwa 120 Gästen gut gefüllt.

Nun ging es los. Die Bühne betrat eine junge Frau, die sich als Belinda Erkner vorstellte. An ihrer Seite: Claudius Dreilich, ihr Lebensgefährte. Belinda Erkner eröffnete den Abend mit dem Hinweis auf die 99-jährige Tradition des Hauses als privater Autohandel und begrüßte ihren anwesenden Großvater. Sie übergab das Mikrofon an Claudius. Der freute sich, nach vielen Dingen, die er mit seinem Freund QUASTER schon machen durfte, ihn nun zum ersten Mal ansagen zu dürfen. Der Abend nahm seinen Lauf. Die Musik begann zur Videoeinspielung. „Ich bereue nichts“ und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend unter Jubel die Bühne. Nach der ersten Strophe begrüßte er die Gäste und holte seinen „Schatten“ auf die Bühne. Die bekannten einleitenden Worte bezüglich der Pause wegen Auflagen der Krankenkasse wurden dieses Mal noch von einem Dankeschön an Belinda Erkner und ihr Team begleitet. Die Pausenhupe wurde aufgebaut und erläutert. Und Schatten moderierte munter drauf los. Es wurden die Jugendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER beleuchtet. Die erste Gitarre vorgestellt. Und dann intonierte QUASTER Songs aus dieser Zeit. Dazu gehörte auch ein Lied, das er zu Geburtstagen in seiner Verkehrsbauzeichner-Klasse gesungen hat. Zu diesem Titel wird immer „Gabi“ auf die Bühne geholt. Die Dame, die Auf die Bühne kommt, wird ggf. umgetauft. So war es auch dieses Mal mit einer Feuerwehrfrau aus der „Reisegruppe Braunsdorf“. Mit diesem munteren Wechselspiel von Gespräch und Gesang und eben solchen Einlagen sollten die Jahre bis 1969 beleuchtet werden. Dies wurde aber jäh durch die Pausenhupe unterbrochen.

Das Programm ging weiter mit einem schlafwandlerisch auf einer Theremien musizierenden Schatten. Dazu sitzt Schatten immer hinter diesem Instrument. In den früheren Shows war das eine kleine Kiste. In Zeulenroda wurde diese Kiste durch ein aufgeblasenes Sitzkissen ersetzt, von dem Schatten in Zeulenroda nur schwerlich wieder aufstehen konnte. Dieses Mal war die Sitzgelegenheit überarbeitet. Das Sitzkissen war auf einem Untergestell (Metallring mit drei Beinen), womit die Sitzposition verbessert werden sollte. Schatten kam auf die Bühne und setzte sich … und die Beine des Gestells gaben nach und er sackte mit dem Kissen nach unten. Er hatte Mühe, das Lachen zu verkneifen. QUASTER, der dann auch auf die Bühne kam, bekam sich vor Lachen nicht mehr ein. QUASTER räumt nach dieser Nummer immer auf der Bühne auf, während Schatten die Theremien erklärt. Den defekten Unterbau des Sitzkissens betrachtete QUASTER dabei lachend. Nun wurden Fragen beantwortet, die die Gäste in der Pause aufgeschrieben hatten. Die, ob QUASTER noch gelegentlich seine ehemaligen Kollegen trifft, konnte er eindeutig mit „JA, z. B. heute Peter Meyer. Der ist hier!“ beantworten. Ja, auch EINGEHÄNGT war unter den Gästen. Das Gespräch vor der Pause wurde fortgesetzt und die Jahre mit den PUHDYS und die Frauen und Kinder von QUASTER angesprochen. Immer wieder aufgelockert durch musikalische Beiträge. Claudius gesellte sich eine ganze Weile seitlich auch mit dazu und feuerte die Gäste zum mit singen und applaudieren an. Auch ein Duett mit Kimberly, die nicht nur auf der Videowand eingespielt wurde, sondern auch auf die Bühne kam, war dabei. Natürlich war es „All diese Jahre“, was Vater und Tochter gemeinsam darboten. Dann gab es Besuch auf der Bühne, der langjährige Bandkollege und Freund von QUASTER, Peter Rasym, kam auf die Bühne. Einige Episoden vom musikalischen Werdegang von Peter wurden nun erzählt und Peter und QUASTER musizierten gemeinsam die letzten Stücke der Show. Nach viel Beifall gaben Peter und QUASTER noch eine Zugabe. Als Abschluss standen neben den drei Akteuren auch die Techniker zur Verabschiedung mit auf der Bühne und wurden noch einmal mit viel Beifall bedacht. Nach mehrfachem Verbeugen verließen alle die Bühne, außer QUASTER. Er gab noch eine letzte Zugabe – „Stolz“. Die Show war zu Ende. Der Abend aber noch nicht. Es wurden Autogramme gegeben und Fotos gemacht und noch viele Gespräche geführt. Nach und nach verabschiedeten wir uns voneinander. Auf meinem Weg zum Hotel wurde ich noch eine Weile von zwei Fans begleitet. Wir hatten ein ganzes Stück den gleichen Weg.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück im Hotel wieder zum Bahnhof. Die Heimreise war unspektakulär. Zum Kaffee war ich wieder zu Hause.

 

„Ich bereue nichts“, die Show nun schon 13 Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse! Und auch jedes Mal etwas anders. Einige Wortspiele auf der Bühne entstehen aus der Situation. Die „Sitzkissenaktion“ wird wohl einmalig bleiben. Es sollen wohl auch immer einige Pannen passieren, die der unbedarfte Zuschauer aber gar nicht bemerkt. Diese Kleinigkeiten machen es aber eben aus!