Seebühne Zeulenroda

Fotos & Bericht: Hans-Christoph Götze

Endlich wieder ein Bericht!

Lang war die Pause, seit Neuruppin Mitte Mai. Und sie wurde ja auch noch einmal verlängert. Ursprünglich sollte QUASTER Anfang August in Zeulenroda auftreten, so wurde es im Frühjahr bekanntgegeben und auch die Karten entsprechend verkauft. Der Veranstalter hatte sich aber entschlossen, mit QUASTER die Saison auf der „Seestern Panorama Bühne“ zu beenden. Um es vorweg zu nehmen: Es war ein würdiger Abschluss!! Durch die Terminverschiebung fand mein zwölfter Besuch von QUASTER’s Show wieder an einem Samstag statt und lag mit etwas gutem Willen „am Weg“.


Nun war der Tag endlich da. Früh ging es auf nach Leipzig. Nach einem interessanten Tag auf der Messe ging es dann am späten Nachmittag zurück Richtung Heimat mit dem Zwischenstopp-Ziel Zeulenroda. Kurz vor dem Ort führte die Straße auf einer Brücke über das „Zeulenrodaer Meer“, wie die Talsperre Zeulenroda, die zu einem Stausystem der Weida gehört, genannt wird. Dabei tat sich ein herrlicher Blick auf die Seebühne auf. Ich war beeindruckt. In einem weiten Bogen wurde ich dann an das eigentliche Ziel geführt. Kurz nach 17 Uhr war ich vor Ort. Auf dem Weg zur Bühne, der um diese Zeit noch frei zugänglich war, holte ich mir an einem Imbiss noch schnell einen Happen zu Essen und ging dann zur Bühne. Auf dieser lief gerade der Sound-Check (oder die „Klang-Probe“, wie sie ein netter Fotograf nennt), den ich schon beim Aussteigen aus dem Auto vernommen hatte. An der Bühne standen schon ein paar Fans. Die üblichen „Verdächtigen“. Bei Gesprächen mit ihnen und nach dem Sound-Check auch mit den Akteuren, verging die Zeit wie im Flug. Von der Security wurden wir eine halbe Stunde vor dem Einlass noch einmal zu selbigem gebeten. Pünktlich 19 Uhr durften wir dann wieder hinein. Die Plätze in der ersten Reihe hatten wir mit „vergessenen“ Jacken bereits gesichert. Bis zum Beginn der Show hatten wir nun noch Zeit, das Ambiente zu genießen.

Der Abend wurde mit ein paar Worten vom Veranstalter eröffnet. Pünktlich begann die Musik zu spielen. „Ich bereue nichts“ und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend unter Jubel und Standing Ovation die Bühne. Nach der ersten Strophe begrüßte er die etwa 110 Gäste und holte seinen „Schatten“ auf die Bühne. Bevor das eigentliche Programm begann wurde noch erwähnt, dass man wegen der langen Pause aus der Übung sei und diese Veranstaltung eine Art Premiere sei. Weiter ging es mit dem üblichen Programm. Die Pausenhupe wurde aufgebaut und erläutert. Und Schatten moderierte munter drauf los. Aufgelockert wurde das ganze durch „Windspiele“ in der Bühnendeko. Die Tücher, die den Sichtschutz für den hinteren Teil bilden, wurden zeitweise waagerecht geweht, so dass die Techniker im Prinzip mit auf der Bühne waren. Die Beiden schafften aber Abhilfe. Es wurden die Jugendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER beleuchtet. Die erste Gitarre vorgestellt. Und dann intonierte QUASTER Songs aus dieser Zeit. Dazu gehörte auch ein Lied, das er zu Geburtstagen in seiner Verkehrsbauzeichner-Klasse gesungen hat. Zu diesem Titel wird immer „Gabi“ auf die Bühne geholt. Die Dame, die Auf die Bühne kommt, wird ggf. umgetauft. So war es auch dieses Mal. Mit diesem munteren Wechselspiel von Gespräch und Gesang und eben solchen Einlagen sollten die Jahre bis 1969 beleuchtet werden. Dies sollte aber jäh durch Pausenhupe unterbrochen werden. Stattdessen gab es aber einen kurzen Knall und das Licht auf der Bühne ging aus. Gelächter im Publikum und auf der Bühne. Die Hupe gab dann mitten in der Pause einen Ton von sich.

Das Programm ging weiter mit einem schlafwandlerisch auf einer Theremien musizierenden Schatten. Das Gespräch vor der Pause wurde fortgesetzt und von den Zuschauern in der Pause notierte Fragen beantwortet. Anschließend wurden die Jahre mit den PUHDYS und die Frauen und Kinder von QUASTER angesprochen. Immer wieder aufgelockert durch musikalische Beiträge. Auch ein Duett mit Kimberley, die auf der Videowand eingespielt wurde, war dabei. Natürlich war es „All diese Jahre“, was Vater und Tochter gemeinsam darboten. Dann gab es Besuch auf der Bühne, angekündigt als „Ü-Gast“. Schatten bemerkte noch, dass er kein Überraschungsgast mehr sei, da er in der Pause schon viele Autogramme gegeben hatte. Der langjährige Bandkollege und Freund von QUASTER, Peter Rasym, kam auf die Bühne. Einige Episoden vom musikalischen Werdegang von Peter wurden nun erzählt und Peter und QUASTER musizierten gemeinsam die letzten Stücke der Show. Nach viel Beifall gaben Peter und QUASTER noch eine Zugabe. Als Abschluss standen neben den drei Akteuren auch die Techniker zur Verabschiedung mit auf der Bühne und wurden noch einmal mit viel Beifall bedacht. Nach mehrfachem Verbeugen verließen alle die Bühne. Die Show war zu Ende. Der Abend aber noch nicht. Es wurden Autogramme gegeben und Fotos gemacht. Als keine Autogramme mehr zu geben waren und alle Fotos im Kasten waren, war nur noch der „harte Kern“ anwesend. Wir unterhielten uns noch eine Weile mit QUASTER, Peter und Schatten. Peter verabschiedete sich dann herzlich von uns. Er musste noch nach Leipzig, wo er Montag darauf mit LIFT spielte. Kurz darauf verließen wir die Bühne und gingen ins nahe Hotel, in dem wir uns aber zum Absacker verabredet hatten. Wenig später kamen auch QUASTER und Schatten, mit denen wir uns noch lange unterhielten. Es gab auch Informationen zum Fortgang des Projekts. Ohne zu viel zu verraten: Es wird interessante Veränderungen im nächsten Jahr geben. Es lohnt sich also auf alle Fälle, wieder hinzugehen.

Als ich mich von allen verabschiedete, war der nächste Tag nicht mehr ganz neu. Ich musste mich aber auf den Heimweg durch die dunkle Nacht machen, wollte ich doch noch mit meiner Tochter nach Kaiserslautern fahren. Dort wartete Arbeit in ihrer Studentenwohnung auf mich. Nach gut einer Stunde Fahrt war ich wieder zu Hause.

 

„Ich bereue nichts“, die Show nun schon ein dutzend Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse! Und auch jedes Mal etwas anders. Einige Wortspiele auf der Bühne entstehen aus der Situation. Es sollen wohl auch immer einige Pannen passieren, die der unbedarfte Zuschauer aber gar nicht bemerkt. Diese Kleinigkeiten machen es aber eben aus