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Tivoli Freiberg

Lange haben wir alle auf dieses Wochenende gewartet und nun war es endlich soweit. Gegen 11 Uhr machte ich mich auf den Weg von Sachsen-Anhalt nach Dresden, wo ich um 14 Uhr meine zwei Freundinnen Netti und Jasmina vom Zug abholte. Auch sie waren schon lange unterwegs und nahmen die lange Zugfahrt von Bremen in Kauf um dabei sein zu können. Nun aber schnell alle ins Auto und ab nach Freiberg, wo uns am Abend Quaster's Live-Premiere mit neuer Band erwartete. Als wir in Freiberg ankamen und uns durch die vielen Baustellen gekämpft hatten, begann die Suche nach der Unterkunft, die wir nach einigen Irrfahrten dann auch fanden. Dort angekommen, traf ich direkt meinen Kumpel Frank, auch ein jahrelanger Fan der Puhdys und natürlich gab es eine dicke Umarmung. Direkt danach beschlossen wir, noch einen Kaffee trinken zu gehen, um uns über die guten alten Puhdys-Zeiten zu unterhalten und anschließend trafen wir uns mit Netti, Jasmina und den beiden Fanclub-Mitgliedern Micha und Mario zum Abendbrot, bevor wir gegen 19 Uhr das Tivoli aufsuchten. Als die Türen sich gegen 19.30 Uhr öffneten, trafen wir abermals viele bekannte Gesichter von früher und es fanden tolle Gespräche statt. Pünktlich um 20 Uhr betrat Quaster die Bühne und stellte seine neuen Bandkollegen vor und holte sie nach und nach auf die Bühne. Heinz am Schlagzeug (bekannt von der Kapelle "Rockhaus", die übrigens kurz danach selbst auf Tour ging). Es schien auch viele Rockhaus-Fans im Publikum zu geben, was mich nicht wunderte, denn Rockhaus ist ja auch eine sehr geile Band. Dann betrat Uwe Fischer als Gitarrist die Bühne. Ihn kennt man von der Gruppe "SIX", momentan tourt er mit Dirk Michaelis durch die Landen. Auch an diesem Abend war ich total begeistert von seiner Spielkunst auf seinem Instrument. Jetzt kam Quaster's Ziehsohn auf die Bühne, den ich sehr bewundere, dass er so lebensfroh und voller Power die Bühne rockte, trotz schwerer Krankheit. Auch er ist übrigens Mitglied bei "Rockhaus". Die Setlist las sich wie eine Liebesgeschichte und wurde von Quaster auch so angesagt. Es war wie, als würde er eine Geschichte erzählen und dann das passende Lied parat haben mit seiner Band. Los ging es mit "Kalte Tage" von seinem ersten Soloalbum, welches bereits 1987 erschien.

Weitere Kracher, wie z.B. "Lass uns den Rest bewahren", "Mach Dir um mich keine Sorgen", "Mein Elixier", "So nah", "Regen", "Die Welt ist ein Wunder" und "Frei wie die Geier". Besonders gefiel mir das Zusammenspiel mit seinen Musikerkollegen und dass er für dieses besondere Konzert auch Songs ausgewählt hat, die die Puhdys leider viel zu selten oder gar nicht spielten. Der Sound war satt und rockig ohne Ende und man konnte gar nicht fassen, was man da erlebte. Es ist auch schwer diese ganzen tollen Eindrücke in einen Bericht zusammen zu fassen. Natürlich durfte auch der Titelsong seiner aktuellen Single-CD "Ich bereue nichts" nicht fehlen, den wir zum ersten Mal in ganzer Länge live hören durften. Bei seinem anderen Projekt, welches den gleichen Titel trägt, spielt er es ja leider nicht komplett. Dann kündigte Quaster seine Tochter Kimberly-Soraya an, die mit ihm gemeinsam "All diese Jahre" sang. Alle waren begeistert und so sang sie dann noch allein "I see fire" und "Get out alive". Das Publikum tobte und auch ihre Mutter, die im Publikum saß, hatte natürlich mit den Tränen zu kämpfen vor lauter Stolz. Dann kam Quaster wieder dazu und spielte noch "Deine Worte sind stumm", "Heimkehr'n", "Ich hab' das Gefühl", "Ich öffne mein Herz", "Hiroshima", "Erinnerung", "Bis ans Ende der Welt" (mit einem gigantischen Gitarren-Keyboard-Battle), "Alt wie ein Baum" und das Lied von den Eisbären, wo auch sein Freund Schatten, Marcel und Kimberly die Bühne betraten. Schatten kam übrigens auch ab und zu auf die Bühne um mit Rassel oder Maultrommel mitzuspielen. Man merkte Quaster an, dass er sich mit diesem Abend einen Lebenstraum erfüllt hatte und er kündigte vor dem Puhdys-Medley an, dass er den Abend in Ton und Bild hat aufzeichnen lassen. Es wäre auch wirklich schade, wenn es von diesem Konzert keine DVD, bzw. kein Live-Album geben würde. Mit dem Lied "Stolz" endete dieses phänomenale Konzert und es wurde schnell abgebaut. Kimberly und Quaster gaben am Fanstand noch Autogramme und gaben sich den vielen Fotowünschen hin. Wir beobachteten das Schauspiel noch eine Weile und gingen danach noch ins Hotel Kreller, um mit der Band, dem Fanclub und vielen anderen Freunden, den Abend ausklingen zu lassen. Als Quaster dort ankam überreichte sein Fanclub jedem Bandmitglied eine Rose als Dankeschön für diesen unvergesslichen Abend. Nach ein paar Drinks verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg in unsere Pension, wo der Fanclubleiter mit seinen Bandkollegen noch bis tief in die Nacht Puhdyslieder spielte. Gegen halb vier lagen wir dann alle im Bett. Glücklich und zufrieden. Nun freuen wir auf die Fortsetzung im November 2017, denn Quaster hat versprochen, wiederzukommen. 

PS: Bei Youtube gibt es auch ganz viele Videos vom Konzert.

 

Besucht bitte auch die Webseite von Quaster: www.quaster.de

 

Bericht: Andrea Hundertmark, Michael Novy   |   Fotos: Andrea Hu