Theater Crimmitschau

Was für ein Wochenende. Am Vortag erlebten wir schon einen unvergesslichen Tag mit Quaster und seiner Crew in Weinböhla und nun hieß es bereits um 10 Uhr morgens "auf nach Crimmitschau!". Wir folgten der Einladung und machten uns auf den Weg zur Verbund-Arena in Dresden, wo wir auf Quaster und seine Mannen warteten, die in der Eishalle ein Eishockeyturnier besuchten. Es dauerte nicht lange und schon kamen sie gut gelaunt aus der Halle und begrüßten uns mit einem freundlichen und preußischem "Jut'n Morjen". Wir stiegen in die Autos und fuhren gemeinsam nach Crimmitschau, wo am Theater schon der Transporter der Techniker stand, die bereits die gewaltigen Bühnenaufbauten in den Saal brachten und montierten. Wir schauten uns kurz die Räumlichkeiten an, die einen sehr an längst vergangene Ostzeiten erinnerte. Alles schien noch original aus dieser Zeit zu stammen und doch fühlte man sich sofort wohl und irgendwie heimisch, auch wenn man sich durch die langen Gänge locker hätte verlaufen können.

Um den Aufbau nicht unnötig zu stören, nutzten wir die verbleibende Zeit, um uns den beschaulichen Ort im Erzgebirge anzuschauen und einen Kaffee in der Sonne im Stadtzentrum zu genießen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen in einem nahe liegendem Restaurant liefen wir zurück zum Theater, wo Quaster und Schatten bereits mit dem Soundcheck beschäftigt waren. Auch Peter, der nicht mehr Bimbo genannt werden möchte, lies nicht lange auf sich warten und steuerte dem Soundcheck seine tiefen Basstöne bei. Anschließend durften wir mit der Crew und unseren Stars mit in den Backstage-Bereich, wo sich Quaster mit den Frequenzen seiner Funktechnik auseinandersetzte und auf gewohnt lustige Art und Weise die neusten Operetten und Witze zum Besten gab. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung und so verging die Zeit bis zum Einlass wie im Fluge.

Als die ersten Leute das Foyer betraten wurde unser Fanclub schnell in wunderbare Gespräche mit heimischen Fans verwickelt, die voller Begeisterung in Erinnerungen aus vergangenen Puhdystagen schwelgten und sich zugleich voller Vorfreude auf den bevorstehenden Abend vorbereiteten, indem sie sich mit Fanartikeln eindeckten. Pünktlich 20 Uhr ertönte ein Gong und die Leute nahmen ihre Plätze im großen Saal des Theaters ein. Die Stimmung war von der ersten Sekunde an überwältigend. Trotz mancher technischer Panne, die aber von Quaster und seinem Schatten auf lustige Art und Weise "ausgebügelt" wurde, klatschte das Publikum unaufhörlich nach jedem gespielten Song und nach jeder erzählten Story. Man hatte fast den Eindruck als wöllten die Leute die kleinen technischen Pannen unbedingt sehen, weil es genau diese Dinge sind, die eine Veranstaltung unvergesslich und einmalig machen. Live ist und bleibt eben live und zeigt den Protagonisten authentischer denn je. Gewohnt lässig und immer mit einem frechen Spruch auf den Lippen, führte Schatten gekonnt durch das Programm und erntete von Quaster hin und wieder eine spitze Bemerkung dafür. Wie auch am Vorabend in Weinböhla, wurde in Crimmitschau eine "Gabi" aus dem Publikum auf die Bühne geholt und "geburtstagstechnisch" besungen. Höhepunkt dieser Veranstaltung war für mich persönlich aber der Moment, als der komplette Saal aufstand, mitsang und unaufhörlich klatschte und Quaster gar nicht mehr gehen lassen wollte.

Nach der Show kamen Peter und Quaster ins Foyer und gaben wie gewohnt Autogramme und machten Bilder mit den Fans. Auch Schatten stand in der Nähe und holte sich von den Leuten ein Feedback zur Show.

Voller schöner Eindrücke von diesem unvergesslichen Wochenende stiegen wir ins Auto und fuhren zurück nach Dresden. Es ist toll, einen so fan-nahen und sympathischen Quaster erleben zu dürfen, egal zu welcher Veranstaltung man geht. Aber auch Peter und Schatten sind sehr herzlich mit uns umgegangen und haben sich ausgiebig Zeit für jeden einzelnen Fan genommen. Einen großen Dank an dieser Stelle natürlich auch an die Crew, für die Einladung und den tollen Job, den sie machen. Wir haben schnell bemerkt, dass hier ein eingespieltes und professionelles Team unterwegs ist, was sich auch hinter der Bühne höflich, respektvoll und mit viel Spaß an der Arbeit begegnet.

Nun haben wir uns Tickets für den 28. Oktober in Dresden gesichert und können es kaum erwarten, dass es endlich wieder heißt: "Quaster live - Ich bereue nichts"! 

Bericht: Michael Novy   |   Fotos: Mario Scheller


Hier noch ein weiterer Bericht von Hans-Christoph Götze:

 

Als ich Anfang des Jahres mein „musikalisches“ Programm für 2016 zusammenstellte, gehörte auch QUASTERs Show mit zu den interessanten Punkten. Also Termine checken. Am besten in gefiel mir der Termin in Crimmitschau am 1. Oktober. Ein Samstag, an dem am Tage in Leipzig auf der „Modell-Hobby-Spiel“ dem Modellbahnhobby gefrönt werden sollte, passte gut. Crimmitschau liegt mehr oder weniger am Weg. Da meine Frau immer mit nach Leipzig fährt, konnte ich sie überreden, mitzukommen. Also habe ich die entsprechenden Karten bestellt. Dass ich vorher noch nach Jonsdorf und Bad Elster fahren würde, habe ich mir zu dem Zeitpunkt nicht träumen lassen.

Nun war der Tag endlich da. Früh ging es auf nach Leipzig. Nach einem interessanten Tag auf der Messe ging es dann am späten Nachmittag zurück Richtung Heimat mit dem Zwischenstopp-Ziel Crimmitschau. Unterwegs haben wir noch einen Happen zu Abend gegessen und waren gegen 19 Uhr vor Ort. Ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe war schnell gefunden. Das Theater selbst, ist auch ein sehr ansehnlicher Bau, das Umfeld nicht ganz so schön wie in Bad Elster. Es war schon geöffnet. Also sofort hinein. Drinnen musste man den Geräuschen folgen, um den Weg zu Bar und Saal zu finden. Einzig eine Dame an der Garderobe im Erdgeschoss hätte man fragen können. Es war etwas verwinkelt, die Treppe nach oben nicht ganz offensichtlich. Auch der „Kartenabreiser“ war recht unscheinbar. Nur mit Hemd (an dem ein kaum sichtbares Namensschild angesteckt war) und Hose bekleidet, habe ich ihn zum Publikum gezählt und erst einmal ignoriert. Er sah das aber gelassen und bat mich, ihm meine Karte zu reichen. Und nun waren wir im „kostenpflichtigen Bereich“. Von der Treppe aus hatte ich schon den Merchandise-Stand mit Michael und Mario entdeckt. Sonst nur wenige bekannte Gesichter. Die Wartezeit verging bei einem Gläschen Sekt und netten Gesprächen recht schnell. Da kündete der Gong vom baldigen Beginn und wir gingen in den Saal. Pünktlich begann die Musik zu spielen. „Ich bereue nichts“ und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend die Bühne. Nach der ersten Strophe begrüßte er die Gäste, erwähnte mich als „Wiederholungstäter“ und holte seinen „Schatten“ auf die Bühne. Die Pausenhupe wurde aufgebaut und erläutert. Und Schatten moderierte munter drauf los. Es wurden die Jungendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER beleuchtet. Die erste Gitarre vorgestellt. Und dann intonierte QUASTER Songs aus dieser Zeit. Dazu gehörte auch ein Lied, das er zu Geburtstagen in seiner Verkehrsbauzeichner-Klasse gesungen hat. Zu diesem Titel wird immer „Gabi“ auf die Bühne geholt. Die Dame, die auf die Bühne kommt, wird ggf. umgetauft. So war es auch dieses Mal. Der Vorname wurde in der Länge mehr als halbiert. Die auserwählte war meine Frau Katharina. (Unsere Tochter fand das so lustig, dass wir Sonntagabend dann „Gabis Geburtstag“ gefeiert haben!). Mit diesem munteren Wechselspiel von Gespräch und Gesang und eben solchen Einlagen sollten die Jahre bis 1969 beleuchtet werden. Dies wurde aber jäh durch Pausenhupe unterbrochen.

Das Programm ging weiter mit einem schlafwandlerisch auf einer Theremin musizierenden Schatten. Das Gespräch vor der Pause wurde fortgesetzt und anschließend die Jahre mit den PUHDYS und die Frauen und Kinder von QUASTER angesprochen. Immer wieder aufgelockert durch musikalische Beiträge. Auch ein Duett mit Kimberley, die auf der Videowand eingespielt wurde, war dabei. Natürlich war es „All diese Jahre“, was Vater und Tochter gemeinsam darboten. Dann gab es Besuch auf der Bühne. Ein langjähriger Bandkollege und Freund von QUASTER kam auf die Bühne. Peter Rasym, der nicht mehr BIMBO heißen möchte. Einige Episoden vom musikalischen Werdegang von Peter wurden nun erzählt und Peter und QUASTER musizierten gemeinsam die letzten Stücke der Show. Nach viel Beifall verließen Peter und Schatten die Bühne. QUASTER blieb allein zurück und gab mit „Stolz“ noch eine Zugabe. Als Abschluss standen neben den drei Akteuren auch die Techniker zur Verabschiedung mit auf der Bühne. Nach mehrfachem Verbeugen verließen alle die Bühne. Die Show war zu Ende. Der Abend aber noch nicht. Nach einer kurzen Pause kamen QUASTER und Peter an die inzwischen geschlossene Bar und gaben Autogramme und standen für Fotos zur Verfügung. Als ich mich dann wieder zwischen QUASTER und Peter fotografieren ließ, meinte meine Frau „Da muss ich ja ein Brustbild mit Künstlern machen!“. Quaster meinte sofort, das wir das auch machen sollten. Gesagt getan. Das Ergebnis seht ihr in der angefügten Bildergalerie. Als keine Autogramme mehr zu geben waren und alle Fotos im Kasten waren ging der Abend nun endgültig zu Ende. „Ich bereue nichts“, die Show schon zum dritten Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse! Und auch jedes Mal etwas anders. Einige Wortspiele auf der Bühne entstehen aus der Situation. Es sollen wohl auch einige Pannen passiert sein, die der unbedarfte Zuschauer aber gar nicht bemerkt hat. Diese Kleinigkeiten machen es aber eben aus!

Wir verabschiedeten uns von allen und haben uns auf den Heimweg durch die dunkle Nacht gemacht. Nach 45 Minuten Fahrt waren wir wieder zu Hause.

 

Alle Termine der Tour gibt es übrigens hier: www.quaster.de

Bericht: Hans-Christoph Götze   |   Fotos: Hans-Christoph Götze