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König-Albert-Theater Bad Elster

Als ich mir Anfang des Jahres die Frage stellte, was nach dem Ende der PUHDYS kommen wird, habe ich mich natürlich auch für die Solo-Projekte von QUASTER interessiert. Also Termine checken. Am besten gefiel mir der Termin in Crimmitschau am 1. Oktober. Ein Samstag, an dem keine Familienfeste anstehen, passt gut. Sogar meine Frau konnte ich überreden, mitzukommen. Als habe ich die entsprechenden Karten bestellt.

Nun hatte ich noch das Glück, am 1. Braunsdorfer Rock’n’Roll-Stammtisch im Juli teilnehmen zu dürfen und zu können. Bei der Gelegenheit konnte ich mit QUASTER sprechen und habe auch die Ausführungen vom „Schatten“ zur anstehenden Show gehört. Ich habe mich zwar bei QUASTER mit „bis Crimmitschau“ verabschiedet, war aber neugierig geworden. Von Braunsdorf heimgekehrt, habe ich mir noch einmal den Tour-Plan angesehen. „Wann geht es los? – Am 12. August? – Das passt! – Und wo ist das? In Jonsdorf? – Wie komme ich denn dahin? – Also die einschlägigen Seiten im Internet bemühen. Ergebnis: Gut 200 km, am kürzesten und für einen Freitag wohl am besten, gleich übers Gebirge ins Böhmische zu fahren und erst kurz vorm Ziel wieder auf deutschen Boden zurück.“ Passte also alles. Karte besorgt und hingefahren. Dort auch mit QUASTER geredet und mit „bis Crimmitschau“ verabschiedet.

Nun kam im Vorfeld der zweiten Show ein Angebot für Fan-Club-Mitglieder für diese Show. „In Bad Elster? Ein gutes Stündchen über die Landstraßen? Bei dem Angebot musst du da hin!“ habe ich gedacht und habe mich angemeldet.

Nun war er da, der 9. September. Kurz vor 17 Uhr habe ich mich auf den Weg gemacht. Die Fahrt verlief problemlos, kurz nach 18 Uhr war ich da, ein Parkplatz in der Nähe des Veranstaltungsortes war schnell gefunden. Am Bühneneingang des „König-Albert-Theater“ sah ich das Tour-Fahrzeug stehen. „Schatten“ verschwand im Schatten des Fahrzeugs gerade wieder im Bühneneingang. Keine Chance zur Kontaktaufnahme. Das Theater selbst, ein sehr ansehnlicher Bau, war aber noch geschlossen. Ich wollte aber sowieso noch einen Happen essen. Und da habe ich nicht mit dem Kurbad gerechnet. Imbisse nach 18 Uhr? Fehlanzeige. Also eine Gaststätte suchen. Im „Badecafe“ wurde ich fündig und es ging auch alle recht flott. 

Nun wieder zum Theater. Es war inzwischen geöffnet. Anstellen an der Theaterkasse. Die drei älteren Personen vor mir kauften Karten für irgendwelche Veranstaltungen an anderen Tagen. Nun endlich ich. Die Vorbestellung war bekannt, mir wurden noch Plätze zur Auswahl angeboten. Reihe 1, Platz 5 sollte es werden. Ich kannte ja den Bühnenaufbau und wusste, dass ich damit direkt vor dem Moderationstresen sitzen werde. Ab in den Garderoben- und Barbereich vor dem Saal. Dort traf ich meine Freunde aus dem Vogtland und wurde von anderen Gästen mit „Sie sind doch der von der Puhdys-DVD…“ angesprochen. (Bin ich also doch „Z-Promi“. Na gut.) Der Gong kündete vom baldigen Beginn und wir gingen in den Saal. Pünktlich begann die Musik zu spielen. „Ich bereue nichts“ und QUASTER betrat singend und Gitarre spielend die Bühne. Nach der ersten Strophe begrüßte er die Gäste zum Klassentreffen und holte seinen „Schatten“ auf die Bühne. Die Pausenhupe wurde aufgebaut und erläutert. Und Schatten moderierte munter drauf los. Es wurden die Jungendjahre und ersten musikalischen Schritte von QUASTER beleuchtet. Die erste Gitarre vorgestellt. Und dann intonierte QUASTER Songs aus dieser Zeit. Mit diesem munteren Wechselspiel von Gespräch und Gesang wurden die Jahre bis 1969 beleuchtet. Dann sollte eigentlich die Pausenhupe ertönen. Diese blieb allerdings stumm (in Jonsdorf hatte sie noch das Gespräch jäh unterbrochen.) Die Pause wurde trotzdem gemacht.

Pünktlich zum Pausenende ertönte dann endlich die Hupe. Das Programm ging weiter mit einem schlafwandlerisch musizierenden Schatten. Es wurden die Jahre mit den PUHDYS und die Frauen und Kinder von QUASTER angesprochen. Immer wieder aufgelockert durch musikalische Beiträge. Auch ein Duett mit Kimberly, die auf der Videowand eingespielt wurde, war dabei. Natürlich war es „All diese Jahre“, was Vater und Tochter gemeinsam darboten. Dann gab es Besuch auf der Bühne. Ein langjähriger Bandkollege und Freund von QUASTER kam auf die Bühne. Peter Rasym, der nicht mehr BIMBO heißen möchte. Einige Episoden vom musikalischen Werdegang von Peter wurden nun erzählt und Peter und QUASTER musizierten gemeinsam die letzten Stücke der Show. Nach viel Beifall verließen Peter und Schatten die Bühne. QUASTER blieb allein zurück und gab mit „Stolz“ noch eine Zugabe. Als Abschluss standen neben den drei Akteuren auch die Techniker zur Verabschiedung mit auf der Bühne. Für QUASTER, Schatten und Peter gab es Blumen vom Haus. Die beiden letztgenannten reichten ihre Sträuße an die Techniker weiter. Nach mehrfachem Verbeugen verließen alle die Bühne. Die Show war zu Ende. Der Abend aber noch nicht. Nach einer kurzen Pause kamen QUASTER und Peter an den Merchandise-Stand und gaben Autogramme und standen für Fotos zur Verfügung. Als sich das Theater-Foyer fast geleert hatte, fing ein Fan mit Gitarren-Begleitung an PUHDYS-Titel zu singen. So hielten alle noch eine Weile inne. Als keine Autogramme mehr zu geben waren und alle Fotos im Kasten waren ging der Abend nun endgültig zu Ende. Von Quaster habe ich mich nun zum dritten Mal mit den Worten „bis Crimmitschau“ verabschiedet. Mal sehen ob es diesmal stimmt. Denn „ich bereue nichts“ - auch nicht die Show schon zwei Mal gesehen zu haben. Sie ist einfach klasse!

Nun habe ich mich noch von meinen vogtländischen Freunden verabschiedet und habe mich auf den Heimweg durch die dunkle Nacht gemacht. Nach gut einer Stunde Fahrt war ich wieder zu Hause.

 

PS: Alle Termine der Tour gibt es hier: www.quaster.de

 Bericht: Hans-Christoph Götze     |     Fotos:  Hans-Christoph Götze, Marcel aus Berlin